Die Wissenschaft und die Symptome des Menstruationszyklus

Die Wissenschaft und die Symptome des Menstruationszyklus

Die Menstruation ist für viele Frauen nicht immer die angenehmste Zeit des Monats. Oft geht sie mit vielen Beschwerden einher, wie Blutverlust, Krämpfen und manchmal auch mit starken Stimmungsschwankungen. Es ist daher die bekannteste Phase des Menstruationszyklus, eine Phase, die durchschnittlich vier Wochen dauert und sich bei Frauen im gebärfähigen Alter wiederholt.

Der Menstruationszyklus ist die Basis für die Entstehung neuen Lebens beim Menschen. Es soll speziell dafür sorgen, dass Nachwuchs geboren werden kann, und um dieses Ziel zu erreichen, findet im Körper der Frau ein ausgeklügeltes Zusammenspiel verschiedener Hormone statt. Und wenn das Ziel nicht erreicht wird, fängt alles wieder von vorne an, wieder und wieder, Jahr für Jahr. Die meisten Frauen haben ihre erste Periode im Alter von 13 Jahren und ihre letzte Menstruation im Alter von 52 Jahren. Das bedeutet, dass sie den Menstruationszyklus etwa 40 Jahre lang durchlaufen bei regelmäßiger Menstruation also etwa 500 Mal. 

Die Zyklen in Phasen

Der Anfang

Menstruaktionszyklus Ein normaler Zyklus besteht im Durchschnitt aus 28 Tagen und beginnt mit dem Einsetzen der Reifung einer Eizelle. Diese Reifung findet in einem Follikel statt, einer Art Sack, der durch das follikelstimulierende Hormon (FSH) zum Wachstum angeregt wird. Dieses FSH, das von der Hypophyse, einem kleinen Organ von der Größe einer Erbse im Kopf, welches voll von hormonproduzierenden Zellen ist, kontrolliert wird, sorgt für die Produktion eines weiteren Hormons im Follikel, des Östrogens. Und Östrogen sorgt dafür, dass Sie sich als Frau sehr energisch fühlen, dass Ihre Haut strahlt und Sie ein sexy Aussehen bekommen.Das Besondere ist, dass Ihr Gesicht in dieser Zeit symmetrischer wirkt, was Männer sehr attraktiv finden. Währenddessen beginnt die Schleimhaut in der Gebärmutter zu wachsen, so dass jede befruchtete Eizelle gut aufgenommen werden kann und sich einnisten kann.

Der Eisprung (Ovulation)

Zwischen dem 10. und 13. Tag des Zyklus erreicht die Östrogenmenge einen Höchstwert und sorgt dafür, dass Sie mehr Lust auf Sex haben als normal. Auch die Orgasmen sind intensiver. Der Östrogenhöchstwert aktiviert auch ein neues Hormon, das luteinisierende Hormon (LH). Dieses Hormon sorgt für den Eisprung, danach wird die Eizelle vom Eileiter aufgefangen, wo sie über kleine vibrierende Härchen in die Gebärmutter befördert wird. 

Nach dem Eisprung

Das leere Follikel verbleibt im Eierstock und produziert unter dem Einfluss von LH ein weiteres Hormon; Progesteron. Dieses Hormon sorgt wiederum dafür, dass weniger FSH gebildet wird. Eine Eizellreifung ist im Moment nicht notwendig, so dass der Östrogenspiegel sinkt und weniger LH produziert wird. Progesteron als Hormon verursacht zusammen mit dem ebenfalls produzierten Testosteron ein Gefühl von Müdigkeit, emotionaler Unausgeglichenheit und ein aufgeblähtes Gefühl. Mit dem Absterben des leeren Follikels nimmt die Progesteronmenge langsam ab. Wenn die Menge an Progesteron unter einen bestimmten Wert fällt, wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, die Menstruation wird ausgelöst, um Platz für eine mögliche nächste befruchtete Eizelle zu schaffen. Diese Abstoßung geht mit Blutverlust und Krämpfen einher, die Menstruationsblutung.

Neues Leben entsteht

Bevruchting eicel Während sich die Eizelle auf dem Weg in die Gebärmutter macht, hofft sie auf eine Samenzelle zu treffen, durch die die Befruchtung stattfindet. Dies muss innerhalb von 12 Stunden nach dem Eisprung geschehen, sonst stirbt die Eizelle ab. Samenzellen leben viel länger, nämlich zwischen 3 und 7 Tagen. Wenn also zum Zeitpunkt des Eisprungs bereits Samenzellen vorhanden sind, ist die Chance auf eine Befruchtung am grössten. Findet tatsächlich eine Befruchtung statt, dann beginnt bald die Zellteilung und spricht man von einer Zygote. Diese Zygote ist noch kein menschliches Wesen, sondern eine Vielzahl von Zellen, die unmittelbar nacheinander das folgende Hormon produzieren: das Schwangerschaftshormon hCG oder menschliches Choriongonadotropin. Dieses Hormon hat auch eine wunderbare Funktion, denn es sorgt dafür, dass der leere Follikel, der Gelbkörper, nicht abstirbt und weiterhin Progesteron produziert. Aus diesem Grund stirbt die Gebärmutterschleimhaut nicht ab und es kommt zu keiner Menstruation. Die Zygote kann sich einnisten und zu einem neuen Menschen heranwachsen. Die hohe Konzentration von Progesteron in den ersten Schwangerschaftswochen führt häufig zu extremer Müdigkeit und manchmal zu Übelkeit und Stimmungsschwankungen.