Antibabypille

Die Antibabypille online bestellen

Die Antibabypille ist das am häufigsten verwendete Mittel zur Schwangerschaftsverhütung. Die Pille muss täglich und zur selben Zeit eingenommen werden, um effektiv vor einer Schwangerschaft zu schützen. Bei Pilleabo.de können Sie die Antibabypille ganz einfach und diskret online bestellen - auch als Dauerrezept. 

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Die Pille als Dauerrezept

Möchten Sie die Antibabypille bequem von zu Hause aus bestellen und alle drei Monate per Post erhalten? Bei der holländischen Online-Apotheke Pilleabo.de ist dies ganz einfach möglich. Bei Ihrer ersten Bestellung müssen Sie Ihr ärztliches Rezept für Ihre Antibabypille einreichen, denn es ist weder für Apotheken noch Versandapotheken erlaubt oder sicher, die Antibabypille rezeptfrei zu verkaufen. Da nach niederländischem und europäischem Recht ein eingereichtes Rezept nötig ist, um ein Dauerrezept zu erhalten, sind bei PilleAbo.de alle Folgebestellungen rezeptfrei. So bekommen Sie die Pille sicher und bequem nach Hause geliefert.

Antibabypillen werden folgendermaßen kategorisiert.

  • Einphasenpille
    Alle wirksamen Pillen im Blister enthalten eine konstante Menge an Östrogen und Gestagen. Die Einphasenpille ist am weitesten verbreitet und etwas sicherer, als die anderen Pillenarten. Sie enthalten 15 bis 35 Mikrogramm Östrogen.

  • Dreiphasenpille
    Um die normalen hormonellen Veränderungen während des Zyklus noch besser nachzuahmen, wurde die Dreistufenpille entwickelt. Eine Pille enthält 30-40 Mikrogramm Ethinylestradiol. Entweder ist die Menge an Östrogen in der zweiten Phase erhöht oder es bleibt in allen Phasen eine konstante Menge an Östrogen enthalten. Die Menge Gestagen wird erhöht im Übergang von der ersten zur zweiten Phase und von der zweiten zur dritten Phase. Es gibt Pillen mit Phasen von 6-5-10 Tagen und mit Phasen von 7-7-7 Tagen.

  • Mehrphasenpille
    Die Mehrphasenpille enthält nacheinander 3, 2 oder 1 mg Estradiolvaleraat pro Tablette, wobei die Tabletten von 2 mg mit 2 oder 3 mg Diënogest kombiniert sind. Nach 26 wirksamen Tabletten werden zwei Placebotabletten eingenommen (Qlaira®).

  • Pille mit verlängerten Dosierungsschema
    Diese Antibabypille enthält einen Pillenblister mit 84 Tabletten, die aus 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und 150 Mikrogramm Levonorgestrel bestehen. 7 von den 84 Pillen enthalten 10 Mikrogramm Ethinylestradiol. Die Antibabypille wird durchgehend und ohne Pause eingenommen. (Seasonique®) 

FAQ

Bei einer Frau, die das erste Mal die Antibabypille einnimmt, hat eine Pille der zweiten Generation den Vorzug vor einer Pille der dritten Generation. Die Pillen der dritten Generation besitzen ein höheres Risiko auf eine venöse Thrombose.

Eine Kombinationspille mit Levonorgestrel und 30 µg Ethinylestradiol wird häufig bevorzugt, da diese ein relativ geringes Risiko für eine venöse Thrombose besitzt. 

Eine Pille mit 20 µg Ethinylestradiol hat keine Vorteile gegenüber einer Pille mit 30 µg Ethinylestradiol. Das Risiko auf unregelmässige Zwischenblutungen scheint größer bei einer Antibabypille mit 20 µg Ethinylestradiol, insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme.
Wenn eine Antibabypille der zweiten Generation nicht gut vertragen wird, kann zu einer Pille der dritten Generation gewechselt werden.

Antibabypillen der zweiten Generation enthalten als Gestagen Levonorgestrel, Lynestrenol, Norethisteron oder Norgestimat. Pillen der dritten Generation enthalten als Gestagen Desogestrel oder Gestoden. Beide Arten der Antibabypille enthalten weniger als 50 Mi-krogramm Östrogen.
Die Gestagenen Drospirenon (in Yasmin® en Yaz®), Norelgestromine (im Pflaster Evra®) und Etonogestrel (im vaginalen NuvaRing®) erhöhen auch das Risiko auf eine venöse Thrombose.

Bei Einahme von einer Kombinationspille mit dem Östrogen Estradiol und dem Gestagen Diënogest (Qlaira®) oder Nomegestrol (Zoely®) ist das Risiko auf eine venöse Thrombose noch nicht bekannt.

Verhütungsmittel, die nur Gestagen, einschließlich der östrogenfreien Antibabypille mit Desogestrel (Cerazette®) enthalten, haben kein erhöhtes Risiko auf eine venöse Thrombose.
Die weitere Auswahl der Antibabypille wird individuell bestimmt.
Eine Einphasenpille hat gegenüber einer Mehrphasenpille ein geringeres Risiko einer fehlerhaften Einahme. Auch beim Verschieben der Periode ist ein Einnahmefehler bei einer Einphasenpille geringer.

Die Antibabypille hat allgemein eine positive Wirkung bei fettiger Haut, Akne und Bartwuchs (Hirsutismus), da die Androgen-Produktion in verschiedenen Maßen gedrosselt wird.

Anti-androgene Wirkung von Gestagen

Das Gestagen Cyproteron in Diane-35®, Minerva® oder Cyproteron/Ethinylestradiol® hat die stärkste anti-androgene Wirkung. Diese Antibabypillen sind somit zur Anwendung bei fettiger Haut, Akne und Bartwuchs zugelassen. 
Antibabypillen der dritten Generation mit dem Gestagen Desogestrel und Gestoden haben eine stärkere anti-androgene Wirkung, als Pillen der zweiten Generation mit dem Gestagenen Levonorgestrel, Norgestimat, Norethisteron oder Lynestrenol.
Das Gestagen Drospirenon in Yasmin® und Yaz® und dem Gestagen Dienogest in Qlaira® haben ebenfalls eine anti-androgene Wirkung. Das Gestagen Nomegestrol in Zoely® hat eine mässige anti-androgene Wirkung.
Diese Antibabypillen der dritten Generation erhöhen das Risiko einer venösen Thrombose mehr als Antibabypillen der zweiten Generation.

Bei Frauen, die nicht rauchen und bei denen kein Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen besteht, sowie kein Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes, kann eine Pille mit weniger als 50 Mikrogramm Östrogen meist ohne Probleme bis zur Menopause eingenommen werden. Bei Frauen, die über 35 Jahre alt sind und rauchen, wird von einer Kombinationspille abgeraten. Diese Frauen können als Alternative die östrogenfreie Antibabypille (Minipille), die Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale, die Dreimonatsspritze oder das Verhütungsstäbchen als Verhütung anwenden.

Allgemein
Lesen Sie die Packungsbeilage.
Die Antibabypille muss als ganze Tablette geschluckt werden. Die Pille ist regelmäßig und zum selben Zeitpunkt einzunehmen. Wenn die Pilleneinnahme vergessen wurde, dürfen nicht mehr als 36 Stunden zwischen den beiden Einnahmen liegen (bei Yaz® und Zoely® nicht mehr als 48 Stunden).

Einnahmebeginn
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um mit der Einnahme der Antibabypille zu beginnen.
Die Einnahme der Antibabypille sollte am ersten Tag der Periode begonnen werden. Der erste Tag der Periode ist zugleich der erste Zyklustag. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Antibabypille sofortigen Schutz vor einer Schwangerschaft bietet. 

7 Tage Einnahmepause 
Bei Kombinationspillen mit 21 Pillen muss danach 7 Tage pausiert werden. Die Zyklusdauer beträgt 28 Tage. Die Periode setzt meistens 2-3 Tage nach dem Einnahmestop ein.
Es gibt auch Antibabypillen, bei denen die Blisterpackung 28 Tabletten enthält. Nach der Einnahme der letzten Tablette nutzt man eine neue Packung und setzt die Einnahme fort. Dies gilt auch, wenn die Periode noch nicht vorbei ist oder noch nicht eingesetzt hat.

Magen-Darm-Beschwerden
Erbrechen und Durchfall können den sicheren Schutz vor einer Schwangerschaft beeinträchtigen. Bei Erbrechen innerhalb von 3-4 Stunden nach der Einnahme der Antibabypille kann eine neue Pille aus einem Reserveblister eingenommen werden. Sollte das Erbrechen oder der Durchfall über einen längeren Zeitraum anhalten, wird empfohlen, zusätzliche Verhütungsmethoden, beispielsweise ein Kondom, zu benutzen. 

Nebenwirkungen
Bei Einnahmebeginn der Pille können folgende Nebenwirkungen auftreten: Brustspannen, Kopfschmerzen, Übelkeit und leichte Zwischenblutungen. Bei Ersteinnahme der Antibabypille kann es ein oder mehrmals zum Ausbleiben der Periode kommen. Meistens verschwindet diese Nebenwirkung der Pille nach einigen Monaten. Häufig ist die Periode schwächer.
Zwischenblutungen haben keinen Einfluss auf die Wirkung der Antibabypille. Es sei denn, dass die Zwischenblutungen durch das Vergessen der Pille, Erbrechen und/oder Durchfall oder durch die Anwendung anderer Arzneimittel, die die Wirkung der Pille abschwächen, eintreten. Siehe: Wann können Zwischenblutungen auftreten?


Das Risiko auf eine Thrombose wird durch die Einnahme der Antibabypille leicht erhöht. Dieses Risiko liegt im ersten Jahr der Pilleneinnahme am höchsten, bzw. wenn die Einnahme für vier Wochen pausiert wurde und anschließend wieder mit der Einnahme der Antibabypille begonnen wurde.

Eine Thrombose ist zu erkennen an:

• Schmerzen, Rötung und Schwellung des Beines

• Plötzliche Kurzatmigkeit und Husten (manchmal mit etwas Blut), Schmerzen im Brustbereich während der Atmung, höhere Frequenz der Atmung und erhöhter Herzschlag


• Unerklärliche starke Kopfschmerzen

Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen auftreten, muss direkt Kontakt mit einem Arzt aufgenommen werden. Siehe auch:

Haben manche Antibabypillen ein höheres Risiko auf eine venöse Thrombose?

 

 

Die folgenden Empfehlungen gelten für die Einphasenpille und die Dreiphasenpille. Für Informationen über Daylette®, Qlaira®, Seasonique®, Yaz® en Zoely® wird auf die Packungsbeilage verwiesen.

Eine Pilleneinnahme vergessen
Wenn Sie die Einnahme der Pille einmal vergessen haben, holen Sie diese innerhalb der angegbeben Zeit nach. Haben Sie vergessen, die Pille einmalig im ersten Monat einzunehmen, handeln Sie wie im Falle von zwei vergessenen Pilleneinnahmen.

Zwei oder mehr Pillen vergessen einzunehmen, die zweite vergessen Pilleneinnahme liegt bis unter 12 Stunden des normalen Einnahmezeitpunkts

1. Zwei oder mehr Pilleneinnahmen vergessen in der ersten Woche: die Einnahme sollte nachgeholt werden. Halten Sie sich weiterhin an Ihr gebräuchliches Pillenschema und verhüten Sie 7 Tage zusätzlich mit anderen Verhütungsmitteln wie z.B. einem Kondom. Hat der Geschlechtsverkehr 5 Tage vor der zweiten vergessenenen Pille oder 7 Tage nach der zweiten vergessenen Pilleneinnahme ohne zusätzlichen Schutz (Kondome) stattgefunden, kann die “Pille danach” genommen werden.
Siehe: Welche Möglichkeiten für die "Verhütung danach" gibt es?
Nach Anwendung der “Pille danach” kann das Pillenschema normal fortgesetzt werden. Nach der Einnahme von 7 Tabletten bietet Ihnen die Pille wieder sicheren Schutz vor einer Schwangerschaft.

2. Zwei oder drei Pilleneinnahmen vergessen in der zweiten Woche: Die letzte vergessene Einnahme der Pille sollte nachgeholt werden. und das Pillenschema wie gewohnt fortgesetzt werden. Es ist keine zusätzliche Verhütung (Kondome) notwendig. Wenn vier oder mehr Pillen vergessen wurden, sollte zusätzlich 1 Woche mit z.B. Kondomen verhütet werden.

3. Zwei oder mehr Pilleneinnahmen vergessen in der dritten Woche: bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr ist die “Pille danach” nicht notwendig. Es gibt 2 Möglichkeiten.

• Holen Sie die Einnahme der vergessene Pillen nach. Danach sollte die die Pille noch weitere 7 Tage eingenommen werden, auch wenn das Pillenblister aufgebraucht ist. Bei Einnahme der Dreiphasenpille können Sie mit Pillen der letzten Phase fortfahren. Die Periode wird hierdurch verschoben. Legen Sie hiernach eine einwöchige Pause ein oder beginnen Sie bereits mit der Einnahme des zweiten Pillenblisters. Dies ist auch bei Einnahme der Dreiphasenpille möglich. Wenn der zweite Pillenblister ohne Pause eingenommen wird, besteht das Risiko auf Zwischenblutungen. Bei dieser Möglichkeit muss nicht zusätzlich verhütet werden.

• Legen Sie eine einwöchige Pause ein und beginnen Sie nach maximal 7 Tagen (inkl. dem Tag, an dem die Pilleneinnahme vergessen wurde) mit einem neuen Pillenblister. Bei dieser Option muss nicht zusätzlich verhütet werden.

Wenn man möchte, dass die Periode bei einer Einphasenpille früher einsetzt, muss die Pilleneinnahme mit einem Pillenblister mit 21/22 Tabletten früher pausiert werden.
Bei einer Dreiphasenpille kann in der letzten Phase früher mit der Pause begonnen werden. Bei einen Pillenblister mit 28 Tabletten kann mit den wirksamen Pillen früher gestoppt werden.
Der  Pillenzyklus sollte nicht kürzer als 12 Tage sein. Bei einer kürzeren Zyklusdauer nimmt das Risiko auf Zwischenblutungen bei dem neuen Pillenblister (Monat) zu. Die Periode kann auch ausbleiben.
Die Pilleneinnahme muss dann am ersten Tag der Periode oder am 5. Tag der Pillenpause mit einem neuem Pillenblister fortgesetzt werden. Bei einer längeren Pause nimmt das Risiko auf einen Eisprung und Schwangerschaft zu. 

Es gibt keine Informationen über das frühere einsetzen lassen der Periode bei Qlaira®.

Bei allen Pillen gilt das bei verschieben der Periode das Risiko auf Zwischenblutungen steigt. Besonders wenn mehrere Pillenblister einer Dreiphasenpille hintereinander eingenommen werden. Es kann auch zu einen Druckgefühl oder aufgeblähten Bauch führen.

Verschieben der Periode mit der Einphasenpille 
Alle Tabletten in Pillenblister mit 21 oder 22 Stück können verwendet werden um die Periode früher einsetzen zu lassen. Hier wird nach Beendigung des ersten Pillenblister direkt mit der Einnahme des neuen Pillenblisters begonnen. Die Pillenpause kann soviel Tage wie gewünscht verschoben werden. Auch ist es möglich mehrere Pillenblister hintereinander durch zunehmen.
Bei Pillenblisters mit 28 Tabletten werden die Pillen ohne Wirkstoff weggelassen und wird nach der letzten Einnahme einer Pille mit Wirkstoff direkt mit einem neuen Pillenblister begonnen.
Es gibt keine Informationen über das verschieben der Periode bei Qlaira®.

Verschieben der Periode mit einer Dreiphasenpille
Es gibt 3 Möglichkeiten wobei bei allen die 1 wöchige Pillenpause übersprungen wird.

1. Nach der letzten Pilleneinnahme direkt mit dem neuen Pillenblister in der letzten Phase (gleiche Farbe) fortfahren. Die 1 wöchige Pillenpause kann so lang wie gewünscht verschoben werden.

2. Die Pillenpause überspringen durch direkt mit dem folgenden Pillenblister zu beginnen. Die 1 wöchige Pillenpause kann so viele Tage wie gewünscht verschoben werden. Hier ist das Risiko von Zwischenblutungen am größten.  

3. Anschließend eine Einphasenpille mit dem gleichen oder höheren Gestagenanteil einnehmen. Falls Trigynon® angewendet wird kann anschließend z.B. Microgynon 30® eingenommen werden.

Kombinationspille wechseln
Es wird empfohlen ohne 1 wöchige Pillenpause auf die ein oder andere Kombinationspille zu wechseln. Also nach dem Tag der letzten Einnahme einer Pille mit Wirkstoff mit der neuen Pille beginnen. Es kann auch nach der Pillenpause oder der letzten Einnahmen der Pille ohne Wirkstoff mit der neuen Pille begonnen werden. Die Pille bietet dann zuverlässigen Schutz vor Schwangerschaft.

Minipille wechseln (östrogenfreie Pille)
Beim Wechsel von einer Kombinationspille auf die Minipille wird empfohlen ohne 1 wöchige Pillenpause direkt zu wechseln. Die Minipille bietet dann direkt Schutz vor Schwangerschaft.
Beim Wechsel von der Minipille auf eine Kombinationspille sind 7 Tage zusätzliche Verhüttung (Kondom) notwendig.

Meistens ist es kein Problem wenn die Periode ausbleibt. Besonders am Beginn der Einnahme kann es ein oder mehrmals zum aussetzen der Periode kommen. Auch bei langjähriger Pillen-einnahme oder beim stoppen mit der Pille nach langjähriger Einnahme kann die Periode aus-bleiben.
Wenn der Schutz der Pille verringert ist durch vergessen der Pilleneinnahme, Starkes Er-brechen, starken Durchfall oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, sollte ein Schwangerschaftstest ausgeführt werden. Dies ist auch anzuraten wenn die Periode im nächsten Zyklus erneut ausbleibt.

Sowohl Östrogen als auch Gestagen kann in kleinen Mengen in die Muttermilch gelangen. Es sind bis jetzt keine schädlichen Effekte beim Säugling bekannt. Der Milchfluss kann unter der Einnahme der Kombinationspille rückläufig sein, überwiegend durch Einfluss von Östrogen. Dies kann sogar zu einem kompletten aussetzen des Milchproduktion führen.
Die ersten 6 Wochen nach der Geburt sollten besser keine Hormone eingenommen werden. Der Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns des Kindes ist nicht bekannt. Nach diesen 6 Wochen kann mit der Kombinationspille oder der Minipille (Östrogenfreie Pille). Die Minipille hat weniger Einfluss auf den Milchfluss.
Wenn das Kind voll gestillt wird ist eine Verhütung nicht immer notwendig, siehe Wann mit hormoneller Verhütung nach einer Geburt anfangen? 

beim Stillen
Wenn das Kind voll gestillt wird und keine vaginalen Blutungen auftreten ist das Risiko einer Schwangerschaft in den ersten 4 Monaten nach der Geburt minimal. Danach erhöht sich das Risiko einer Schwangerschaft bis zum 6 Monaten nach der Geburt auf 2%. Unter voll Stillen wird verstanden das dass Kind Tag und Nacht gestillt wird mit nicht mehr als 6 Stunden zwischen den Stillmahlzeiten liegen. Das Baby bekommt nur Muttermilch. Verhütung durch voll Stillen wird Laktationsamenorrhoe-Methode (LAM: 'lactational amenorrhoea method') genannt und durch die WHO als Geburtenregelungs-Methode anerkannt. Hier muss erst mit der Pille oder anderer Verhütung angefangen werden wenn die erste Periode einsetzt oder zugefüt-tert wird.
Falls nicht voll gestillt wird ist das Risiko einer Schwangerschaft vorhanden und kann 6 Wo-chen nach der Geburt mit der Kombinationspille oder Minipille (Östrogenfreie Pille) begonnen werden. Die Minipille hat den Vorzug. Vor 6 Wochen nach der Geburt mit der Pille anzufangen wird abgeraten, weil nicht bekannt ist welche Wirkung dies auf das Kind hat.
Manche Frauen geben der Spirale (IUD) den Vorzug. Diese kann ab 8-12 Wochen nach der Ge-burt eingesetzt werden, wenn die Gebärmutter wieder ihre normale Größe erlangt hat. Dies ist weil ein Risiko auf Perforation nach der Geburt und während des Stillens höher ist.


Bei Flaschenfütterung 
Falls das Fläschchen gegeben wird, regeneriert sich der Zyklus schnell. Aus diesem Grund wird empfohlen ab 3 Wochen nach der Geburt mit der Kombinationspille anzufangen. Bei der Mini-pille kann ab 2 Wochen nach der Geburt begonnen werden. Bei früherer Einnahme der Pille ist das Risiko einer Thrombose erhöht. 
Manche Frauen geben der Spirale (IUD) den Vorzug. Diese kann ab 8-12 Wochen nach der Ge-burt in eingesetzt werden, wenn die Gebärmutter wieder ihre normale Größe erlangt hat. Dies ist weil ein Risiko auf Perforation nach der Geburt und während des Stillens höher ist.


Bei Anwendung von Medikamenten zum Abstillen
Bei Anwendung von Medikamenten zum Abstillen ist ein Eisprung von 18 Tagen nach der Ge-burt möglich. Empfohlen wird während der ersten Woche bei Pilleneinnahme zusätzlich zu ver-hüten.
Siehe auch  Pille kombinieren mit Stillen?

Kombinationspille
Nach einer Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch kann am selben Tag mit der Pillenein-nahme begonnen werden. Es besteht dann direkt Schutz vor einer Schwangerschaft.


Minipille (Östrogenfreie Pille)
Nach einer Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch in den ersten 3 Monaten der Schwanger-schaft kann direkt mit der Einnahme der Minipille begonnen werden. Es besteht dann sofort Schutz vor einer Schwangerschaft. 
Nach einen Schwangerschaftsabbruch im 4. bis zum 6. Monat der Schwangerschaft kann nach 3 bis 4 Wochen mit der Einnahme der Minipille begonnen werden. Es besteht ein sofortiger Schutz vor Schwangerschaft.

Eine Frau darf direkt nach absetzen der Pille schwanger werden. Es ist nicht notwendig um erst die folgende Periode abzuwarten. Manchmal wird geraten um ein paar Monate abzuwarten bis die Periode wieder regelmässig eintritt. Hierdurch ist das Datum der Befruchtung und der er-wartete Geburtstermin besser zu bestimmen. Das Datum der Befruchtung wird oft mit einer Ul-traschall Untersuchung festgestellt.
Frauen die schwanger werden wollen können schon während des letzten Pillenmonats mit  der Einnahme von Folsäure in einer Dosierung von 0.4-0.5 mg pro Tag beginnen. Folsäure sollte bis zu 8 Wochen nach Befruchtung oder 10 Wochen nach der letzten Periode eingenommen werden. Das verringert das Risiko auf angeborene Fehlbildungen, wie z.B. einer Spina bifida (offener Rücken).

In der Gebrauchsanweisung von der Kombinationspille wird empfohlen bei großen Operationen oder bei Operationen wodurch die Frau eine Zeit bettlägerig ist, die Kombinationspille mindes-tens 4 Wochen vor der Operation abzusetzen. Dies weil Östrogen das Thrombose Risiko erhöht. Es darf erst wieder mit der Pilleneinnahme fortgefahren werden wenn die Frau mindestens 2 Wochen nicht mehr bettlägerig ist. 
In der Praxis wird dies meistens nicht mehr angewandt. In der Zeit rundum die Operation wer-den Blutverdünnende Mittel gegeben um einer Thrombose vorzubeugen. Dadurch ist absetzen der Pille nicht notwendig.

Wenn der Zeitunterschied auf Reisen bei weniger als 12 Stunden liegt, kann der Einnahmezeit-punkt beibehalten werden.

 

Eine Frau muss bis zu 1 Jahr nach der letzten Periode verhüten um sich vor einer Schwanger-schaft zu schützen. Bei Anwendung der Pille ist der Zeitpunkt der letzten Periode schwierig festzustellen, da Rückzugsblutungen auftreten können.
Empfohlen wird ab einem Alter von 52 Jahren die Pille abzusetzen. Dann wird gewartet ob die Periode wieder einsetzt. Wenn die Periode nicht wieder einsetzt, muss mit dem behandeln Arzt gesprochen werden ob andere Maßnahmen zu treffen sind.

 

Gestagene Nebenwirkungen
Emotionale Instabilität, Hitzewallungen, Ermüdungserscheinungen, Depression, weniger Blut-verlust, Verstopfung, Abnahme oder Zunahme de Libido, empfindliche oder schmerzhafte Brüste, trockene Vagina, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, fettige Haare, fettige Haut, Ak-ne, übermässiger Haarwuchs, Gewichtszunahme, tiefere Stimme.  


Östrogene Nebenwirkungen
Übelkeit und Erbrechen, Reizbarkeit, Wassereinlagerungen, spannende Brüste, Gewichts-zunahme, mehr Blutverlust und verminderte Tränenflüssigkeit was zu Augenreizungen bei Kon-taktlinsenträgern führen kann.

Zwischenblutungen oder nicht normaler Blutverlust können Auftreten bei 

• den ersten paar Zyklen. Die Pille bietet dann aber trotzdem sicheren Schutz;
• falsche Einnahme der Pille, z.B. bei der Dreiphasenpille wenn diese in der verkehrten Reihenfolge eingenommen wird. Siehe Information  Pilleneinnahme vergessen?  Die Pille bietet dann nicht im-mer ausreichenden Schutz;
• Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, mit als Folge verringerte Wirkung der Pille. Siehe Welche Arzneimittel verringern die Wirkung der Pille?  Die Pille bietet dann nicht immer aus-reichend Schutz;
• Erbrechen oder starker Durchfall wobei die Aufnahme des Pillenhormons gestört wird, siehe  Ge-brauchsanweisung bei Ersteinnahme  Die Pille bietet dann nicht immer ausreichend Schutz;
• Infektionen oder ander Erkrankungen von der Vagina oder Gebärmutter(Hals), z.B. Chlamydien Infektion oder Polypen. Die Pille bietet dann trotzdem ausreichenden Schutz;
• wenn die Pille nicht gut passt bei den hormonalen Gleichgewicht der Frau; bei einer anderen Pille treten vielleicht keinen Zwischenblutungen auf. Die Pille bietet dann aber trotzdem sicheren Schutz;
• beim einnehmen von zwei oder mehreren Pillenblistern hintereinander. Die Pille bietet dann aber trotzdem ausreichenden Schutz;
• Frauen die rauchen haben ein höheres Risiko auf Zwischenblutungen. Die Pille bietet dann trotzdem ausreichenden Schutz.

Bei Anwendung von Verhütungsmitteln die sowohl Östrogen als auch Gestagen enthalten, tritt in der 1 wöchigen Pillenpause eine Blutung auf die durch den Einfluss des nicht zuführen der Hormone auf die Gebärmutterschleimhaut entsteht. Diese Blutung gleicht der normalen Periode hat aber im Durchschnitt einen 25% weniger starken Blutverlust. Bei manchen Frauen tritt sel-bst noch weniger Blutverlust auf oder die Periode bleibt ganz aus.
Verhütungsmittel die nur Gestagen enthalten, geben auch einen weniger starken Blutverlust. Die Levonorgestrel enthaltene Spirale wird auch bei übermässigen Blutverlust während der Pe-riode eingesetzt. Nachteil von Gestagenen Verhütungsmitteln ist das der Blutverlust unvorher-sehbar auftreten kann (Zwischenblutungen). Siehe auch  Was sind die Vor-und Nachteile der Minipille? .
Weiter treten nach Anwendung von hormonaler Verhütung weniger Menstruationsbeschwerden auf, sowie Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe. Auch werden so möglicherweise Prämenstruel-le Beschwerden (PMS) verringert, sowie schmerzende Brüste, Ödeme und aufgeblasenes Ge-fühl. Ein Nebenwirkung die auftreten kann, sind Kopfschmerzen während der 1 wöchigen Pil-lenpause. 
Wenn während der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln Menstruationsbeschwerden oder Kopfschmerzen auftreten dann kann mit NSAR’s (Schmerzmitteln) angewendet werden um diese Beschwerden zu lindern. Siehe  Regelmässig auftretenden Kopfschmerzen während der Pillenpause? .

Bei Anwendung von hormoneller Verhütung können während der 1 wöchigen Pillenpause Kopfschmerzen auftreten. Es können auch hormonelle Veränderungen rundum die Periode in Form von Kopfschmerzen und Migräne auftreten. Diese Form von Migräne wird auch Menstru-ations-Migräne genannt. Der Effekt von hormoneller Verhütung bei Frauen die regelmässig Migräne haben ist unvorhersehbar: oft verschlimmert sich die Migräne, aber die Migräne kann sich auch verbessern oder es tritt überhaupt kein Effekt ein
Hormonelle Verhütung hat meistens keinen Einfluss auf die Menstruations-Migräne. Bei Mi-gräne mit Aura ist die Anwendung kontraindiziert wegen eine erhöhten Risiko auf einen Schlaganfall. Es ist noch nicht bekannt was die Ursache der Kopfschmerzen während der Pil-lenpause ist. Verlagerung des Östrogenspiegels und Zunahme der Produktion von Prostaglandi-nen spielen wahrscheinlich eine Rolle.

Behandlung von Kopfschmerzen und Menstruations-Migräne in der Pillenpause
NSAR’s, sowie Naproxen und Ibuprofen, haben einen günstigen Effekt bei Kopfschmerzen. Auch können sie Menstruationsschmerzen und die Menge des Blutverlust verringern. Empfohlen wird das schon bei beginnenden Kopfschmerzen und spätestens bei beginnenden Blutverlust diese Mittel einzunehmen. Die erste Dosis muss hoch genug sein (Ibuprofen 400 mg 3x täglich, Diclofenac 50 mg 3x täglich oder Naproxen 500 mg 2x täglich). Meistens ist die Behandlung über 3 Tage ausreichend.
Bei Menstruations-Migräne können auch Triptane (Migränemittel) eingesetzt werden. Diese haben keinen Effekt bei ‘normalen’ Kopfschmerzen in der Pillenpause. 
Wenn eine Einphasenpille eingenommen wird, kann der Kopfschmerz auch durch durchnehmen der Pille ohne Pause eine Verbesserung bringen. Es sollte erst dann eine Pillenpause von 5-7 Tagen gehalten werden wenn eine Blutung durchbricht. Auch bei dem Verhütungspflaster und bei dem vaginalen Ring wird eine durchgängige Anwendung empfohlen. Auf diese Weise wird die Periode ausgestellt und damit auch die verbunden Kopfschmerzen während der Periode.
Bei Kopfschmerzen und Migräne in der Pillenpause wird eine Dreiphasenpille wegen Schwankungen der Hormonkonzentration in der Pille abgeraten.
Bei den Pillen Yaz®, Qlaira® en Zoely® gibt es keine Pillenpause. Hier können Kopfschmerzen während der Einnahme der Pacebotabletten und/oder Blutungen auftreten.

Androgene oder anabole Effekte können überwiegend auftreten bei Pillen mit als Gestagen No-rethisteron, Levonorgestrel und Lynestrenol.
Androgene Nebenwirkungen sind fettige Haut, fettiges Haar, Akne, Haarausfall oder Kahlheit, ungewünschter Haarwuchs sowie Bartwuchs (Hirsutismus), Heiserkeit, tiefere Stimme, Ver-größerung der Klitoris, Abnahme der Libido, Heißhunger und Gewichtszunahme.

Östrogene in der Pille können durch Wassereinlagerungen anschwellen der Hornhaut und Ver-minderung der Tränenflüssigkeit zur folge haben.
Träger von Kontaktlinsen können dadurch Beschwerden von Augenreizungen bekommen. Die-ser Effekt tritt besonders am Anfang einer neuen Pilleneinnahme oder bei absetzen davon auf. Falls diese Effekte auftreten beim absetzen der Pille, dann verschwinden diese Beschwerden nach ein paar Wochen.

Die Einnahme der Pille erhöht das Risiko einer venösen Thrombose. Das Risiko auf eine Thrombose bleibt trotzdem gering; Durchschnittlich 1 auf 5000 Frauen die die Pille nehmen, bekommen eine venöse Thrombose. Das Risiko ist am höchsten im ersten Jahr der Pillenein-nahme oder wenn länger als 4 Wochen die Einnahme unterbrochen wurde und dann erneut mit der Pille begonnen wird. Bei Frauen die schon länger die Pille einnehmen ist das Risiko auf ei-ne Thrombose viel kleiner. Bei bestimmten erblichen Blutgerinnungsstörungen (APC-Resistenz als Folge von Faktor-V-Leiden-Mutation) ist bei Pilleneinnahme ein stark erhöhtes Risiko einer Thrombose gegeben; 1 auf 350 Frauen entwickeln eine Thrombose.
Bei der sogenannten Pillen der dritten Generation ist das Risiko eine venöse Thrombose zu entwickeln 1,5-2 x hoch wie bei Pillen der zweiten Generation. Der Unterschied im Risiko scheint am höchsten bei jungen Frauen die seit kurzem die Pille nehmen. Bei diesen Frauen ist das Risiko eine venöse Thrombose zu entwickeln 3x so hoch wie bei der Einnahme von einer Pille mit Levonorgestrel. Dies gilt auch bei Frauen die mehr als 4 Wochen die Einnahme einer Pille mit Levonorgestrel unterbrochen haben und dann wieder mit der Einnahme beginnen. Bei Frauen die das erstmal die Pille einnehmen, wird empfohlen mit einer Pille der zweiten Gene-ration zu beginnen. Siehe  Welche Antibabypille ist Mittel der ersten Wahl bei Ersteinnahme?
Pillen der dritten Generation enthalten als Gestagen Desogestrel oder Gestoden.
Pillen der zweiten Generation enthalten als Gestagen Levonorgestrel, Lynestrenol, Norethiste-ron oder Norgestimat.
Bei Einnahme von Yasmin® en Yaz®, Kombinationspillen mit dem Gestagen Drospirenon, ist das Risiko eine venöse Thrombose zu entwickeln  2-3 x so hoch wie bei Levonorgestrel.
Bei Einnahme von Diane-35®, Minerva® oder Cyproteron/Ethinylestradiol®, Kombinati-onspillen mit dem Gestagen Cyproteron, ist das Risiko auf eine venöse Thrombose 2-4 x so hoch wie bei Levonorgestrel, siehe auch  Ist Diane-35® eine gute Antibabypille?
Bei Einnahme von Qlaira®, einer Kombinationspille mit dem Gestagen Dienogest, ist das Ri-siko einer venösen Thrombose noch nicht bekannt.
Antibabypillen mit nur einem Gestagen, sowie die Minipille (Cerazette®), haben kein deutlich erhöhtes Risiko auf eine venöse Thrombose.
Bei dem Verhütungspflaster (Evra®), welches das Gestagen Norelgestromine enthält, ist das Risiko auf eine venöse Thrombose 1,4x so hoch wie bei Levonorgestrel.
Bei dem vaginalen Ring (Nuvaring®) ist nicht bekannt wie hoch das Risiko einer venösen Thrombose ist. NuvaRing® enthält als Gestagen Etonogestrel welches im Körper in Desoge-strel umgesetzt wird. Das ist ein Gestagen das in Pillen der dritten Generation enthalten ist und soll damit ein höheres Risiko auf eine venöse Thrombose geben können.
Wie ist eine venöse Thrombose zu erkennen?
Venöse Thrombosen sind meistens zu erkennen an:


•  Schmerzen, rötliche Färbung und Schwellung des Beins.

• plötzlich Kurzatmig und Husten (manchmal mit etwas Blut), Schmerzen in Brustkorb während der Atmung und erhöhtem Herzschlag. 

•  unerklärliche starke Kopfschmerzen.


Wenn diese Symptome auftreten, muss die Frau unmittelbar Kontakt mit einem Arzt auf-nehmen.

Am Anfang der Pilleneinnahme kann unter Einfluss des Östrogens geringe Gewichtszunahme auftreten durch Wassereinlagerungen. Nach einiger Zeit kann das Gestagen ein vermehrtes Hungergefühl geben und dadurch Gewichtszunahme als Folge der androgenen Wirkung haben.
Obwohl viele Anwenderinnen eine Gewichtszunahme angeben, ist diese bei keiner Pille deut-lich nachgewiesen.

Ein negativer Einfluss auf die sexuelle Lust (Verlust der Libido) durch die Pille kommt man-chmal vor. Ein Mangel an Androgenen kann die sexuelle Empfindlichkeit vermindern. Bei Verminderung der sexuellen Lust kann auf eine Pille mit weniger androgene Wirkung ge-wechselt werden. Empfohlen werden Pillen mit den Gestagen Levonorgestrel, Lynestrenol oder Norethisteron.
Diese Pillen (zweite Generation) wird auch der Vorzug gegeben wegen dem geringeren Risiko einer venöse Thrombose. Siehe auch Haben manche Antibabypillen ein höheres Risiko auf eine venöse Thrombose? .
Pillen mit einem Gestagen das eine anti-androgene Wirkung hat, sowie Desogestrel und Gesto-den, können besser vermieden werden.
Verminderte sexuelle Lust kann auch eine psychologische Ursache haben, z.B. eine unbewusste Abneigung gegenüber der Antibabypille.

Die Anwendung von Verhütungsmitteln mit sowohl Östrogen als auch Gestagen erhöht leicht das Risiko auf Brustkrebs. Das relative Risiko während der Pilleneinnahme erhöht sich um ca.25%. Das Risiko auf Brustkrebs nimmt im Alter stark zu, sodass auch die extra Anzahlen die durch die Pille verursacht werden, zunimmt wenn die Pille im steigenden Alter eingenommen wird. Das Risiko ist auch erhöht wenn Brustkrebs in der Familie vorliegt.
Die Dauer der Pilleneinnahme, die Dosierung von Östrogen und und welches Gestagen ein-genommen wird haben keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko. Das erhöhte Risiko durch die Pille ist nach 10 Jahren nach Beendigung der Pilleneinnahme wieder verschwunden.

Manchmal kann es Vorteile haben mehrere Pillenblisters hintereinander durchzunehmen. 
• Bei Kopfschmerzen oder anderen Nebenwirkungen während der 1 wöchigen Pillenpause, sowie übermässiger Blutverlust und Menstruationsschmerzen, sodass die Frau hiervon weniger Be-schwerden hat. Siehe auch Regelmässig auftretenden Kopfschmerzen während der Pillenpause? .
• Bei Endometriose und Myomen in der Gebärmutter: die Beschwerden hiervon verschwinden während einer dauerhaften Pilleneinnahme.
• Bei Epilepsie: das durchnehmen von mehreren Pillenblisters hat einen positiven Effekt auf Epilepsie, durch weniger Hormonschwankungen. Weiter nimmt die Sicherheit der Pille zu, was sich positiv auswirkt in der Kombination mit Antiepileptika welche die Wirkung von der Pille abschwächen kö-nnen.
• Wenn die Frau es angenehm findet weniger ihre Periode zuhaben oder sie die Periode besser ein-planen kann.
Die meist angewendete Methode hiervon ist das durchnehmen von 3 Pillenblistern; 'tricycling'. Manche Frauen nehmen die Pille auch länger durch.
Seasonique® hat ein verlängertes Dosierungsschema. Bei Seasonique® werden nacheinander 84 Tabletten mit 30 Mikrogramm Estradiol und 150 Mikrogramm täglich eingenommen, ge-folgt von 7 Tabletten mit 10 Mikrogramm Ethinylestradiol. Danach wird wieder mit dem fol-genden Pillenblister fortgefahren. Die Blutung setzt ein während der Einnahme der Pillen mit Ethinylestradiol. Die Anzahl der Blutungen gehen hierdurch von 13x pro Jahr auf 4x pro Jahr zurück. Der Langzeiteffekt dieser Pille ist noch nicht bekannt.
Die Sicherheit um einer Schwangerschaft vorzubeugen ist beim einnehmen von mehreren Pil-lenblisters größer als bei einer Pillenpause nach jeden Blister. In der Pillenpause kommt es nämlich wieder zur Eizellenreifung, sodass bei zur später Einnahme nach der Pause oder Pille vergessen in der ersten Woche des neuen Pillenblisters die Gefahr eines Eisprungs gegeben ist.
Die Hormonbelastung nimmt auch zu; es ist nicht bekannt ob das Risiko auf Nebenwirkungen langfristig zunimmt.
Die häufigsten Nebenwirkungen kurzfristig ist bei dauerhafter Pilleneinnahme das Auftreten von Zwischenblutungen.

Verschiedene Arzneimittel vermindern die Wirkung der Antibabypille. Hierdurch ist die Sicherheit der Antibabypille bezgl. den Schutz vor Schwangerschaft verringert. 


Antiepileptika
Die Anitepileptika Carbamazepine, Fenobarbital, fenytoine, Oxcarbazepine, Primidon, Pe-rampanel, Rufinamide und Topiramat können bis zu 4 Wochen nach Einahme die Wirkung der Antibabypille vermindern.
Der Arzt kann ein anders Anitepileptikum verordnen. Oder der Arzt kann die Antibabypille durch eine Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale oder der Dreimonatsspritze ersetzen. Falls dies nicht möglich ist, können Kondome benutzt werden. Kondome bieten eine geringere Sicherheit. Es können jedoch zusätzlich zur Antibabypille Kondome benutzt werden. Diese zusätzliche Verhütung muss bis 4 Wochen nach Beendigung der Einnahme des Antiepileptikum angewendet werden.
Das erhöhen der Dosierung der Antibabypille wird nicht mehr empfohlen. Es wird nur ange-raten wenn alle anderen Methoden nicht möglich sind.


Aprepitant und Fosaprepitant
Aprepitant und Fosaprepitant können bis zu 4 Wochen nach Beendigung der Einahme die Wir-kung der Antibabypille vermindern.
Der Arzt kann Aprepitant oder Fosaprepitant ersetzen durch andere Arzneimittel. Oder der Arzt kann die Antibabypille durch eine Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale oder der Drei-monatsspritze ersetzen. Falls dies nicht möglich ist, können Kondome benutzt werden. Kondo-me bieten eine geringere Sicherheit. Es können jedoch zusätzlich zur Antibabypille Kondome benutzt werden. Diese zusätzliche Verhütung muss bis 4 Wochen nach Beendigung der Ein-nahme des Aprepitant oder Fosaprepitant angewendet werden.
Das erhöhen der Dosierung der Antibabypille wird nicht mehr empfohlen. Es wird nur ange-raten wenn alle anderen Methoden nicht möglich sind.


Bosentan
Bosentan ist schädlich für das ungeborene Kind. Bei Anwendung von diesem Mittel ist es da-rum besonders wichtig eine Schwangerschaft vorzubeugen. Bosentan vermindert die Wirkung der Antibaypille bis zu 4 Wochen nach Beendigung der Einahme. Die Antibabypille kann also nicht zur Verhütung eingesetzt werden.
Der Arzt sollte die Antibabypille durch eine Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale oder der Dreimonatsspritze ersetzen. Falls dies nicht möglich ist, können Kondome benutzt werden. Kondome bieten eine geringere Sicherheit. Es können jedoch zusätzlich zur Antibabypille Kon-dome benutzt werden. Diese zusätzliche Verhütung muss bis 4 Wochen nach Beendigung der Einnahme des Bosentan angewendet werden.
Das erhöhen der Dosierung der Antibabypille wird nicht mehr empfohlen. Es wird nur ange-raten wenn alle anderen Methoden nicht möglich sind.


Colesevelam und Colestyramine
Colesevelam und Colestyramine vermindern die Aufnahme von Östrogen aus der Antibabypille.
Die Antibabypille muss mindestens 4 Stunden vor der Einnahme von Colesevelam und Colesty-ramine erfolgen.
Siehe auch die Informationsbroschüre  I-02 (Kombination von einen Gallensäure bindenen Harz und anderen Arzneimitteln).


Griseofulvine
Griseofulvine kann bis zu 4 Wochen nach der Einnahme die Wirkung der Antibabypille ver-mindern.
Der Arzt kann Griseofulvine ersetzen durch andere Arzneimittel. Oder der Arzt kann die Anti-babypille durch eine Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale oder der Dreimonatsspritze ersetzen. Falls dies nicht möglich ist, können Kondome benutzt werden. Kondome bieten eine geringere Sicherheit. Es können jedoch zusätzlich zur Antibabypille Kondome benutzt werden. Diese zusätzliche Verhütung muss bis 4 Wochen nach Beendigung der Einnahme des Griseoful-vine angewendet werden.
Das erhöhen der Dosierung der Antibabypille wird nicht mehr empfohlen. Es wird nur ange-raten wenn alle anderen Methoden nicht möglich sind.

Hypericum (Johanniskraut)
Hypericum kann bis zu 4 Wochen die Wirkung der Antibabypille vermindern.
Hypericum muss durch andere Arzneimittel ersetzt werden. Oder der Arzt kann die Antibaby-pille durch eine Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale oder der Dreimonatsspritze er-setzen. Falls dies nicht möglich ist, können Kondome benutzt werden. Kondome bieten eine geringere Sicherheit. Es können jedoch zusätzlich zur Antibabypille Kondome benutzt werden. Diese zusätzliche Verhütung muss bis 4 Wochen nach Beendigung der Einnahme des Hyperi-cum angewendet werden.
Das erhöhen der Dosierung der Antibabypille wird nicht mehr empfohlen. Es wird nur ange-raten wenn alle anderen Methoden nicht möglich sind.


HIV- und Hepatitismittel
Der HIV-Blocker Atazanavir, Darunavir, Efavirenz, Elvitegravir, Fosamprenavir, Lopinavir, Ne-virapine, Ritonavir und Tipranavir, und die Hepatitismittel Boceprevir und Telaprevir können die Sicherheit der Antibabypille vermindern.
Bei Anwendung von HIV-Blockern wird eine andere Verhütungsmethode empfohlen, wie z.B. die Dreimonatsspritze.
Bei der Anwendung von Hepatitismitteln wird empfohlen zwei nicht hormonelle Verhütungs-methoden anzuwenden.


Modafinil
Modafinil kann bis zu 4 Wochen die Wirkung der Antibabypille vermindern.
Modafinil muss durch andere Arzneimittel ersetzt werden. Oder der Arzt kann die Antibabypil-le durch eine Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale oder der Dreimonatsspritze erset-zen. Falls dies nicht möglich ist, können Kondome benutzt werden. Kondome bieten eine ge-ringere Sicherheit. Es können jedoch zusätzlich zur Antibabypille Kondome benutzt werden. Diese zusätzliche Verhütung muss bis 4 Wochen nach Beendigung der Einnahme des Modafinil angewendet werden.
Das erhöhen der Dosierung der Antibabypille wird nicht mehr empfohlen. Es wird nur ange-raten wenn alle anderen Methoden nicht möglich sind.


Tuberkulosemittel
Die Tuberkulosemittel Rifampicine und Rifabutine können bis zu 4 Wochen nach Beendigung der Einahme die Wirkung der Antibabypille vermindern.
Der Arzt kann ein anderes Tuberkulosemittel verordnen. Oder der Arzt kann die Antibabypille durch eine Spirale mit Levonorgestrel, die Kupferspirale oder der Dreimonatsspritze ersetzen. Falls dies nicht möglich ist, können Kondome benutzt werden. Kondome bieten eine geringere Sicherheit. Es können jedoch zusätzlich zur Antibabypille Kondome benutzt werden. Diese zusätzliche Verhütung muss bis 4 Wochen nach Beendigung der Einnahme von Rifampicine oder Rifabutine angewendet werden.
Das erhöhen der Dosierung der Antibabypille wird nicht mehr empfohlen. Es wird nur ange-raten wenn alle anderen Methoden nicht möglich sind.

Alle Schwangerschaftstest sind zuverlässig während der Einnahme von hormonellen Verhüt-ungsmitteln.

Das schlucken von mehreren Pillen ist nicht gefährlich. Übelkeit und Erbrechen können auftreten und manchmal Durchfälle.